Heilung durch Nahrungsentzug?

In den letzten Jahren habe ich schon ab und an Leute in meinem Umfeld gehabt, welche Heilfasten praktiziert oder ausprobiert haben. Zumeist eine Woche – nur viel Trinken und keinerlei Nahrung. Ich habe das immer abgetan – weil ich mir nie vorstellen konnte, erstens überhaupt solange nichts zu essen und zweitens habe ich da keinen Zusammenhang zu irgendetwas Heilenden zu sehen. Für mich galt immer – Nahrung ist etwas gutes und bringt Bewegung in den Körper.

Je mehr ich mich aber mit meiner Nahrung auseinandersetze – seit einigen Jahren fing es an durch die Umstellung meiner Essgewohnheiten, weniger bis kein Zucker, möglichst kein Weizenmehl und weder Fisch noch Fleisch – desto mehr sehe ich, dass Nahrung eine DER Möglichkeiten ist, den Körper UND den Geist zu formen. Man sagt ja – man ist, was man isst. Ebenso bei dem Beitrag zum “Futter für unser Hirn” wurde gesagt, das Hirn ist, was es isst. Das wird mir immer klarer. Der Körper hat gewisse Möglichkeiten, die er nur durch seine Nahrung besser oder schlechter umsetzen kann. Ebenso gilt dies für das Weglassen der Nahrung.

Ich bin seit ein paar Wochen dabei eine Art Teilfasten zu praktizieren. Ich esse Abends nicht mehr so spät, und esse dann erste wieder am nächsten Mittag etwas. 16 Stunden sollten dazwischen liegen. Das soll positive Auswirkungen auf den Körper haben – laut dem ” Futter für unser Hirn” Beitrag auf Arte. Ich merke, dass es mir an manchen Tagen leichter fällt, an manchen schwerer. Wenn es mir zu schwer wird, mache ich auch eine Ausnahme – ich will mich auch nicht selbstkasteien. Insgesamt merke ich aber, dass es sehrwohl Auswirkungen auf mich hat. Ich meine, dass ich besser zufrieden bin. Dass ich merklich wacher bin und besser schlafe. Natürlich kann ich mir das auch einbilden.

Interessant in dem Zusammenhang ist der Beitrag “Fast und Heilen” auf Arte. Hier werden einige interessante Aspekte des Fastens aufgezeigt und mit unglaublich vielen realen Patienten untermauert.

Das Fasten hilft in den meisten Fällen Schmerzen zu lindern oder auch komplett zu gesunden. Es hört sich unglaublich an – aber ich kann nach dem Beitrag schon nachvollziehen, dass der Körper Selbstheilungskräfte besitzt, die durch das Fasten angekurbelt werden. Hierdurch ist es möglich weniger oder gar keine Taletten mehr nehmen zu müssen. Aus meiner Sicht – perfekt – da ich Tabletten und Medikamenten grundsätzlich nagetiv gegenüber gestellt bin. Auch mit Medikamenten, die wirklich stark sind – hilft Fasten scheinbar also Nebeneffekt. Hierzu wurde mit Mäusen getestet – zudem gibt es mittlerweile auch einige Patienten, die sagen, dass das Fasten die Chemotherapie erträglicher gemacht hat. Gesunde Zellen schützen sich selber – Stichwort: Genexpression.

Das Problem, welches ich immer wieder sehe, ist dass in der westlichen Welt nur mit Kranken Geld gemacht werden kann. Es lohnt sich eigentlich nicht, jemanden gesund werden zu lassen. Ich unterstelle nicht, dass generell jeder Arzt ein Interesse daran hat, jemanden nicht gesunden zu lassen. Aber bei der Art, wie unsere Gelder der Krankenkasse an die Krankheiten der Patienten verteilt werden – ist es klar, dass die Ärzte nur so Geld machen können. Hierdurch lassen sich dann auch die Nachrichten wie diese hier erklären. Ich wünschte, es könnte irgendwie sinnvoller verteilt/ damit umgegangen werden damit solche neue/ alte Möglichkeiten auch gefördert/ gefordert werden.

Wichtig beim Fasten ist, dass man es unter ärztlicher Aufsicht machen sollte, falls man damit nicht nur wenige Tage sondern teils Wochen verbringen will. Man hat ansosnten das Problem, dass der Körper auch irgendwann aufgeben und sterben kann. Ein MEnsch mit 1,70m und 70Kg hat ein Fettgewebe, von 15Kg – welches locker für 40 Tage Fasten ausreichen sollte.

Diesen Mechanismus des Fastens sieht man auch im Tierreich. Man hat es beispielsweise an Pinguinen sehen und an Ratten nachvollziehen können.

Die Klinik hier ermöglicht das Fasten unter ärztlicher Aufsicht auch in Deutschland.

Mein Fazit: Verzicht ist mitunter auch etwas Gutes!

3 Gedanken zu „Heilung durch Nahrungsentzug?&8220;

  1. Na klar… Verzicht ist DIE größte (direkt ansteuerbare) Kraft (neben Liebe als nicht immer unmittelbar ansteuerbare) und seit Jahrtausenden bei den Menschen bekannt. Bereits die ältesten Schriften der Menschheit (soweit bekannt und überliefert) die sogenannten Veden kennen den Verzicht (als: “Tapasya”). Verzicht hilft zu erkennen, dass wir mehr sind als Körper, Job, Familie, Vergangenheit usw.
    All diese Dinge sind wandelbar und unter Verzicht erfahren wir unsere Unangreifbarkeit. Klingt komisch, ist aber so. Genau deswegen versuchen so viele Mächte uns im Konsum und in der Unverzichtbarkeit zu halten (mit dem probaten Mittel, genannt: Angst). Gemäß einem in diesem Blog bereits hin und wieder erwähnten Prinzip “…es wächst das, was man nährt”, nährt der Verzicht die Selbstbeherrschung (entgegen der Fremdbeherrschung), die Erkenntnis des ewigen Teils (entgegen der nährenden Angst vor Vergänglichkeit), stärkt die autoregulatorische Kompetenz und schwächt die Angst – und… ist sogar gesund, wenn man es nicht übertreibt. Denn Askese ist nicht jedermanns Sache, vor allem nicht, wenn man eben nicht zufällig allein auf einem Berg hockt. Dann übrigens ist auch Erleuchtung etwas einfacher, deswegen haben es ja auch einige Schlauberger so für sich praktiziert, doch ist die Herausforderung in unserem Zeitalter genau diese Hürde zu nehmen, also den Pfad zur Erleuchtung ohne Askese und Eremitendasein.

    Bei allem was ich tue, verzichten oder konsumieren, ist die innere Orientierung, das “mind-set” prägend. Es gibt nur drei Kräfte, die in allem Wirken (im Sanskrit Gunas): aufbauend, erhaltend und abbauend. Diese Kräfte sollten im Gleichgewicht sein und durch Verzicht nähren wir den erhaltenden Aspekt. Durch Konsum den verzehrenden (abbauenden) und durch nährende Nahrung und Bewegung den aufbauenden, was in letzter Konsequenz neue Voraussetzungen (Prädestinationen) schafft, auf die wir wieder mit unserem Willen reagieren können (gemäß unserer inneren Orientierung) und so dreht sich das Rad des Karmas (Prädestination plus freier Wille) weiter. Wenn ich etwa hin und wieder joggen gehe als Ausdruck meiner “Tempelpflege” oder aus Freude an der Natur, ist das 10mal gesünder als drei Mal die Woche Laufbandtraining mit Game of thrones dabei und anschließend Gyros, weil ja genug Kalorien vorher verbrannt. Weil ich beim Letzt genannten mehr verzehrendes als erhaltendes genährt habe.
    Siehe hierzu:
    http://www.onlinejacc.org/content/65/5/411 oder auch: http://www.onlinejacc.org/content/64/5/482
    So auch beim Fasten. Faste ich aus Angst vor zu viel Kalorien, oder aus Geltungsbedürfnis, oder weil mein Super-Spiri-Ego mich in die Erleuchtung treiben will, dann ist das nicht aus Harmonie heraus und nährt Angst und Kontrollbedürfnis (als Reaktion auf Angst). Faste ich zur Tempelpflege und in Abstimmung mit mir selbst, so nähre ich das erhaltende Prinzip. will sagen, dass Fasten, wie Ernährung, auch eine individuelle Sache ist. Sich an 16 Stunden zu halten oder exakt sieben Tage oder was auch immer kann richtig sein, ebenso kann es aber auch gut sein einfach weil heute Tag xy ist, mal nix zu essen. Oder für den nächsten ist es einfach mal besser anstatt fünf Mal Imbissbude pro Woche nur drei Mal dort zu essen. Es geht um eines jeden individuellen Pfad und darum ihn in Haltung zu gehen. Am besten man stelle sich vor Gott würde einem über die Schultern schauen und man verzichtet oder erfreut sich an Nahrung so, wie es wohl sein Wille wäre… ich glaube, genau dazu ist jeder irgend wie in der Lage und ganz undogmatisch nährt das Harmonie.

    Also nochmal an Karneval so richtig ein ballern und dann Selbstkasteiung bis Ostern um dann an Lindt-Hasen zu ersticken. Ach egal. Auf jeden Fall endlich mal wieder ein neuer Thread hier…

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