5 Gedanken zu „Wie Digitalisierung uns schadet&8220;

  1. Einiges davon wusste ich schon. Aus Reportagen und auch aus Gesprächen mit meinem persönlichen Irre(n/r) Arzt………
    Trotzdem erschreckend… Was mach ich damit nur? Meinen Kindern das Handy weg nehmen? Zocken und TV noch weiter einschränken? Das wird ein harter Kampf….

  2. Erst einmal freut es mich, dass die Aufklärung darüber so klar vorgenommen wird. Und Medien-Kompetenz ist so klar und einfach wie Sexual- oder Ernährungskompetenz auch:

    Wir benötigen ein Gefühl zu den Dingen. In dem Maße wie wir unseren Körper, unsere Energien, unseren Mentalraum, unsere Gefühle wahrnehmen und einordnen können, in dem selben Maße vermögen es dann auch unsere Kinder. Das ist für den modernen erwachsenen ein hartes Stück Arbeit, aber eine grundsätzliche Notwendigkeit, um nicht in Kampf zu geraten mit all den Informationen und dem Bestreben es “richtig machen zu wollen” mit den Kindern, weil das nicht geht! Erziehung geht gar nicht!!!

    Als Therapeut höre ich einen Satz wie: “…bin verzweifelt, mein 9 jähriges Kind will andauernd sein Handy haben… aber ich mache doch alles, ich nutze es nicht am Essenstisch (weil es doch so in dem neuen Buch über Medienkompetenz steht), ich chatte/spiele auch nicht abends auf der Couch, solange mein Kind wach ist (weil man das in der Reportage über Erziehung so gesagt hat)…”

    Aber der gleiche Erwachsenen legt seine in tausend Plastikhüllen verpackten, zuckerverseuchten Nahrungsmittel auf das Band an der Kasse, während die drei jährige Brut noch im Einkaufswagen hopst und checkt mal eben WhatsApp dabei. Das Kind interessiert sich für den Kosmos der Bezugsquelle und schaut aufs Handy, dann auf die Bezugsperson, wieder auf das Handy (speichert den emotionalen Eindruck) und hopst weiter, hat dabei gelernt, dass dieses Ding wohl wichtig ist. SO und genau SO (durch unbewussten Alltagsemotionalität) wird ein Handy emotional wichtig!

    Das was in unserem Kopf heimlich abgeht, das was uns unbewusst durch das Gemüt schwirrt, ist das, was das beim Kind ankommt. Das ändert sich erst mit zunehmender Entwicklung des Verstandes, da reden wir so ab etwa dem 10 LJ. Mit sieben Jahren etwa, beginnt das Kind erst Ironie zu verstehen, davor ist es schlicht zu doof dafür (im kognitiven Sinne). Aber das Herz ist volle Kanne offen. Will sagen, dass emotionale Botschaften bereits sehr gut dechiffriert und vor allem gespeichert werden, weil das Kind nur eins will: genau so sein wie die Bezugsquellen, weil die sich so haben vermehren können. Erst viel später kann das Kind mit seinem Verstand das Herz so über-bügeln, wie es die Erwachsenen tun und so über-kognitiv, wenig spürend, sich an Regeln halten oder auch nicht, die Dinge “richtig” machen, gemäß es irgendwer sagt, schreibt usw…

    Zurück zum Thema: Der einfachste Weg ist sich täglich erst einmal 10 Minuten zu nehmen (denke das ist fürs Seelenheil nicht zu viel verlangt) und zu meditieren. Das bedeutet nicht steif da zu sitzen und nur noch Rückenschmerzen wahr zu nehmen, sondern in bequemer Position zunächst wahr zu nehmen, was gerade ist. Darin komfortabel geworden, fängt man an vielleicht gezielt den Atem zu verfolgen, Atemzüge zu zählen oder was auch immer (würde hier zu weit führen). Der Trick darin besteht überhaupt einmal sein Hirn und die Absicht klar zu kriegen. Wenn man das ein wenig geschärft hat und eine Idee von dem Wörtern Absicht, Gedanken, Verstand, Emotion usw. bekommen hat, kann man anfangen das im Alltag zu beobachten. So bekommt man langsam etwas Gewahrsein über sich in seinem individuellen Alltag. Dann hat man eine Idee davon, was bei der Brut wirkt. Aber man sollte gnädig darin sein, spielerisch, liebevoll und voller Humor, weil man eine Menge Scheiße sehen wird und ohne diese Dinge wird man schnell in Abfuck, d.h. Enge, Schuld, Vorurteil (bei sich und vor allem anderen) geraten , was auf gar keinen Fall hilfreich ist.

    Mit mehr Bewusstsein für sich selbst (wahres Selbstbewusstsein) bekommen es auch die Kinder. Und vor allem wir (und unsere Kinder) bekommen mit, was passiert, wenn man RTL guckt, wenn das Handy zu nah am Körper ist, wenn Scheiße sich durch unser Hirn fräst, wenn Nahrung uns lähmt, Zucker uns aufwühlt, oder Tätigkeiten uns langweilen, auslaugen oder Beziehungen, oder Sex oder was auch immer gerade schräg läuft und weit weg vom eigentlichen “Mensch-Sein”.

    Wenn wir also wollen, dass unsere Brut weniger ADHS, Autismus, Unbeweglichkeit usw. hat müssen wir das Gegenteil in uns (Aufmerksamkeitsfokus/Spanne, Empathie, Flexibilität in Körper und Geist) wieder mehr nähren.

    Eine besinnliche Adventszeit Euch allen!

    1. Da stimme ich dir mal so gut wie vollständig zu … nur leider habe ich es verkackt, weil ich zu dumm war als die Kinder klein waren 🙁

      Eigentlich dürfte man da erst mit 50 Kinder in die Welt setzen, wo sollen vorher all diese Erkenntnisse herkommen …

  3. Danke für den Link zum Vortrag des Hirnforschers.
    Betroffenheit und Zustimmung auch bei mir.
    Danke, Arzt, für die Tipps, mit solch einem Alltag und schließlich der Brutpflege umzugehen.
    Ich bin dankbar, die einfache und geniale Methode von Wim Hof kennengelernt zu haben, um bewusster und mich abgrenzender leben zu können.
    Leider ist diese Atemtechnik ja noch nichts für Kinder und Jugendliche.
    Progressive Muskelentspannung oder andere Methoden zur Entspannung und Fokussierung könnten sie m. M. nach im Sportunterricht und zuhause lernen.

  4. Ja…die 3×30 Atmung ist sicherlich total easy und ein guter Einstieg. Aber alles was darüber hinaus geht, sogenannte Feuer-Atem-Techniken (wie Aknisara etc.), sollten nur von einem Erfahrenen gelernt und in ihrer Praxis begleitet werden, da der Atem (lat. Spiritus) die Brücke ist, mit der man Einfluss auch auf die spirituelle Seite des Seins (als anderer Pol zur materiellen) nehmen kann. Und da der Prozess der In-Formation von Bewusstsein über feinstofflich zu grobstofflich nun einmal geht (ob man es wahr haben will oder nicht), so sollten Atemtechniken mit klarem Intend und sicherer Praxis vollzogen werden, um nicht auf einmal mit Scheiße konfrontiert zu sein, mit der man nicht umgehen kann. Das kann wirklich schief gehen.
    Aber mit Kindern kann man schon gut so etwas wie Fantasiereisen mit Atem begleitet machen, oder etwas Traumarbeit und eine Menge anderer Dinge, die eine gute Alternative zu medialer Beeinflussung sind… Doch auch das ist nicht einfach so hier darstellbar. Auf jeden Fall bin ich für dieses Video dankbar.
    Alles Liebe…

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