Wir verbessern uns selbst?

Endlich! Nach über 15 Jahren ist es nun soweit… Die Menschen erschaffen sich selbst, wie sie es gerne hätten.

Das Schaf Dolly war der Anfang – damals hab ich gedacht, es kann ja nicht mehr lange dauern, bis die ersten Menschen Genversuche an Menschen machen. Nun ist es wohl offiziell – die ersten gen-manipulierten Babys sind auf der Welt.

Leider wird alles, was der Mensch sich vorstellen kann, auch irgendwann entwickelt. Leider finden die düsteren Visionen verschiedener Schriftsteller auch immer einen Weg in die Realität. Man kann nur hoffen, dass nicht alle Dysthopien auch Wirklichkeit werden. Eine Gesellschaft in der nur bestehen kann, wer entsprechend gut manipuliert wurde? Wir haben jetzt schon ein System, in dem arme Menschen kaum eine Chance haben aufzusteigen. Damit meine ich nicht nur Deutschland – damit sehe ich auf die gesamte Welt. Aber selbst in Deutschland ist der Arm/ Reich Unterschied so groß, dass die Herkunft und die Aussichten auf einen erfolgreichen Job und damit einen “Status Aufstieg” ziemlich gering aussehen lassen.

Wenn ich Sätze lese wie “im immer härter werdenen globalen Wettstreit um die Gen-Modifizierung, werden wir herausragen sein.” Dann weiß ich nicht, ob ich wütend, fassungslos oder einfach nur enttäuscht sein soll. Warum muss es immer ein Wettstreit, eine Verbesserung und ein “Mehr” sein?

Vor einigen Monaten habe ich einen Artikel über das neue “CRISPR/Cas-Verfahren” gelesen. Da war schon klar, dass es jetzt Schlag auf Schlag gehen wird.

Das Dilema, dass man selber erzeugen kann, in dem man sich fragt, was würdest du tun, wenn du dein Kind vor Kummer und Schmerz bewahren kannst? Das ist ja der Hintergedanke, bei dieser Suche. Auch wenn es dabei dann nicht bleibt. Dieser Hintergedanke spinnt mir auch im Kopf herum, und ich muss gestehen – ich würde so ziemlich alles tun wollen, um meine Kinder zu beschützen. Aber die Frage ist, ob das dann auch immer das Richtige ist? Sind Downies nicht auch – oder gerade erst? – liebenswert?

Noch ein paar interessante Links dazu?

Gentechnik und die ethsche Frage

Gentechnik ein Hauch künstlichen Lebens

Crispr – Das genmanipulierte Baby wird Realität

One Reply to “Wir verbessern uns selbst?”

  1. Der Blog ist eine S(e)uche, man liest, findet und dockt an. Wie ein Esel mit ner Möhre vorm Gesicht. Und immer gleich ne neue, noch leckerere Möhre….

    Habe auch davon gelesen und an dieser Stelle finde ich es viel interessanter, dass ein Materialist wie Du hier Fragen aufwirfst, die kaum darwinistisch, materiell, mathematisch zu beantworten sind…auch die Formulierung der Visionen, die ihren Weg in die Welt finden… hmh…merkst’de was?

    Das Eindämmen der Diversität ist ja seit langem ein globales Ziel (welcher Mächte auch immer), alle sind sich einig, sind nett, sind ‘tolerant’ am besten ein Einheitsstaat, eine Einheitsarmee, gleiches Denken, gleiche Sprache, gleiches Netz, immer gleicher, bis hin zu gleichen Kindern, alle optimiert und dann sind wir wieder bei der Angst.

    Wenn Dein Kind nicht gleich ist, wenn Du oder die Brut anders ist, dann passt es nicht mehr in das System, davor haben wir Angst. Dass ein ‘Downie’ vielleicht in seiner Welt glücklich ist nur die anderen mit ihrer Weltsicht sein Leid in die gemeinsame Welt schauen, darüber machen wir uns keine Gedanken, weil es kein Unterrichtsfach, keine Bildung in diesem Bereich gibt. Das bleibt eine Domäne der Religion und diese ist bekanntlich durchseucht mit Angst und Macht, so dass kaum mehr ein spiritueller Kern bleibt, der vermittelt werden kann.

    Aber dennoch ist sogar in der Bibel hier und da noch was zu finden. So wurde Jesus ja auch noch ein letztes Mal vom Teufel verführt. Und was hat der ihm geboten? – Na, was uns alle lockt: “…die Macht über die gesamte Welt”. Und solange wir nicht vertrauen, solange wir Angst haben, solange reizt uns genau das und solange verkaufen wir unsere Seele gerne für Macht. Klauen irgendwelchen Bakterien ihren Trick sich vor Viren zu schützen um DNA an essentiellen Stellen zu durchtrennen und neue Abschnitte ein zu führen nur für ein bisschen “Sicherheit” oder “Macht” gegen die Angst vor ‘Down-Syndrom’ oder irgend welchen anderen Dingen, die wir -solange nur materiell sehend, selber in Angst lebend- manipulieren wollen. Solange wir uns also von der Quelle trennen, müssen wir uns von etwas anderem nähren und dann haben wir Angst zu wenig zu bekommen und schon sind wir im (diabolischen – also trennenden-) Spiel. Darin ist dann Genmanipulation nur konsequent, man könnte sagen sie stellt eine natürliche Selektion des Verstandes dar…. mwahaha…

    Also betet meine Freunde, dass es nicht so weiter geht, betet um Erkenntnis, Liebe, Hingabe und Einklang mit Gottes willen… solange wir an Gott glauben und nicht einfach bloß versuchen ihn nach zu eifern und wie schlaue Affen Buchstaben und Zeichen vermessen an dem Gegenstand den man Buch nennt, nicht nur sein Gewicht vermessen und die Seiten zählen, – sondern es lesen… aber dafür braucht man ein Bewusstsein. Doch an letzteres muss man einfach glauben, sonst zerbricht man an dem Paradoxon von Ramachandran (Wenn ich mein Gehirn selbst operieren könnte – wer operiert dann?)…

    Nun genug der Philosophie und des Denksports, widmen wir uns lieber wieder ein wenig der Arbeit, dem Konsum und dem Aufgeben der Diversität und ereifern uns über die Möglichkeiten der modernen “Wissenschaft”, die kein Wissen schafft sondern mehr Angst und regen uns auf über He Jiankui oder wie der Typ heisst…

    Cheers

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