Netzneutralität – und tschüss….

Wirkliche Netzneutralität hatten wir noch nie – aber jetzt wird es immer leichter für die Unternehmen, selber fest zu legen, welcher Datenverkehr priorisiert wird und was gestoppt oder verlangsamt werden kann.

Ich hege die Befürchtung, dass unsere Kinder irgendwann nur noch sehr restrives, eingeschränktes Internet haben werden.

Willst du Youtube sehen? Musst 5 Euro mehr an deinen Provider im Monat blechen. Wäre nur eine der Optionen, die mir da in den Sinn kommen.

Hier ein Auszug aus dem verlinkten Heise Report:

<zitat>Die wahre Bedrohung für das Offene Internet seien nicht die Zugangsprovider sondern Diensteanbieter, darunter das Silicon Valley, das sich für die Netzneutralität einsetzt: “Wie entscheidet ein Unternehmen, das Video einer [Politikerin] zu beschränken, weil es ihre Ansichten […] für zu ‘aufstachelnd’ hält? Wie entscheidet ein Unternehmen [politischen Videos ohne Vorwarnung die Werbeeinnahmen zu entziehen]? Wie blockiert ein Unternehmen ausdrücklich den Zugriff auf Webseiten mit Geräten der Konkurrenz […]? Wie entscheidet ein Unternehmen, eine App für Zigarrenliebhaber von seinem App-Store auszuschließen, weil es glaubt, dass die App Tabakgenuss bewirbt?”</zitat>

Diese Art von Einschränkung ist heute schon gegeben – aus meiner Sicht werden die Nachrichten Landes-abhängig  unterschiedlich ausgetrahlt – soll heißen, in Deutschland ist die allgemeine Aussage in den Medien zu einem Thema eine andere als in Polen, Spanien, Türkei oder USA. Allerdings wird das durch die Aufhebung der Netzneutralität noch weiter forciert.

Das ist genauso, als wie die stetige Privatisierung von kommunalem Eigentum. Es wird gesagt, ja, das erspart uns Geld, wird effizienter und und und. Im Endeffekt kostet es uns Bürger nur noch mehr Geld, da private Unternehmen anders mit den Investitionen umgehen. Große Unternehmen sind nur an Gewinnen und Aktienkursen interessiert. Alles andere ist höchstens Beiwerk. Das führt leider dazu, dass die Elemente, die für die Menschen wichtig sind, unter den Tisch fallen.

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